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"Gegen eine Zerschlagung von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien – für eine vielfältige Schullandschaft"


Wir wollen unsere vielfältige Schullandschaft bewahren und wohnortnahe Schulangebote aufrecht erhalten. Dazu braucht es keine neue Strukturdebatte. Wir setzen auf die Überwindung dieser seit 30 Jahren sinnlosen Positionen und vertrauen auf eine flexible Weiterentwicklung unseres gewachsenen Schulwesens.


Das neue Schulgesetz sieht Verbundschulen und Teilstandortlösungen vor und hat sich bisher hervorragend bewährt. Deshalb stehen wir zu allen weiterführenden Schulen und Schulformen unserer Stadt.

 

Wir anerkennen ausdrücklich die Leistungen der Schulen und der Lehrkräfte. Die Arbeit unserer Schulen zeichnet sich durch eine begabungsorientierte, leistungsgerechte und individuelle Förderung aus. Diese gute Arbeit gilt es fortzusetzen und nach Kräften zu unterstützen, auch vor dem Hintergrund, dass unsere Wirtschaft in Zukunft auf hervorragend ausgebildete Absolventen angewiesen sein wird.

 

Begründung:

Mit großer Sorge verfolgen wir die Beschlüsse von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei auf Landesebene, die die Zerschlagung von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger durchsetzen wollen.

Das Ziel für die seit den 70er Jahren in Strukturdebatten verhaften gebliebenen Ideologen ist klar:

"Das Ziel ist […] eine gemeinsame Schule aller Kinder bis zum Ende der Pflichtschulzeit", so das erklärte Ziel von Bündnis 90/ Die Grünen auf der Landesdelegiertenkonferenz vom 20. bis 22. März 2009 in Hagen.

"Die Gemeinschaftsschule nimmt die Kinder nach der Grundschule auf und ist bis
zur Klasse 10 für deren Bildungserfolg verantwortlich.", bekräftigt auch die NRW-SPD in ihrem geltenden Landesparteitagsbeschluss vom 25. August 2007.

Seit 2005 wurden den Schulen viele notwendige Reformen zugemutet. Jetzt müssen diese Reformen greifen. Diese begonnene erfolgreiche Arbeit in allen Schulformen, wird jedoch immer wieder durch Debatten erschwert, bei denen es lediglich um Schulstrukturen geht.

Die Schaffung einer Einheitsschule bedeutet die Schließung von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Wohnortnahe Schulstrukturen werden zerschlagen und große Mammutschulen mit über 1.000 Schülerinnen und Schüler entstehen. Die Folge sind lange Schulwege und Kosten in Milliardenhöhe für die Kommunen zur Einrichtung einer völlig neuen Schulstruktur.

Nach aktuellen Prognosen wird es im Schuljahr 2020 knapp ein Viertel weniger Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I geben als heute. Dabei wird der Schülerrückgang regional sehr unterschiedlich ausfallen. Deshalb ist es auch wichtig flexible Lösungen zu finden. So kann sichergestellt werden, dass dort, wo viele Schüler sind, die erfolgreiche Arbeit in bewährten Strukturen fortgesetzt und dort, wo weniger Schüler sind, das Bildungsangebot entsprechend angepasst werden kann. Diesen flexiblen Rahmen setzt das Schulgesetz und ermöglicht damit Vielfalt ohne Bevormundung. Diesen Spielraum gilt es zu nutzen, ohne Unruhe in erfolgreich arbeitende Schulen zu tragen.


[04.05.2010]
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